Ein Opfer für die Sünde

Einen gesegneten Samstag!

Gott ist heilig. Gott kann in seiner Gegenwart keine Sünde dulden, also keine Taten, Worte oder Gedanken, die nicht Gottes Willen entsprechen. Das Problem ist, dass kein Mensch Gottes Maßstäben gerecht werden kann. Wir alle tun, sagen oder denken Dinge, die Gott nicht gefallen. Oder wir geben Gott nicht den Raum in unserem Leben, der ihm zusteht. Auch das ist Sünde. Trotzdem möchte Gott jeden einzelnen von uns als sein Kind annehmen. Zur Zeit des sogenannten Alten Testaments gab es deshalb konkrete Anweisungen, durch welche Tieropfer die Menschen von ihren Sünden rein werden konnten. Nur so konnten sie vor Gott bestehen.

Ich stelle mir dieses ständige Opfer-bringen-müssen von damals recht mühsam vor. Und doch merke auch ich, wie ich mich immer wieder anders verhalte, als Gott das von mir möchte. Da schimpfe ich unnötig rum; da verurteile ich andere Menschen; da habe ich keine Zeit für Gott. Das hört sich nach Kleinigkeiten an. Aber es sind Bereiche, in denen ich Gottes Maßstäben nicht gerecht werde. Wie dankbar kann ich sein, dass Gott vor rund 2000 Jahren eine andere, dauerhafte Lösung für das Sündenproblem geschaffen hat. Da ist nämlich Jesus als unser Opferlamm gestorben und hat alle unsere Sünden auf sich genommen. Dadurch können wir dauerhaft vor Gott rein werden, ohne immer wieder neu ein Tieropfer bringen zu müssen:

„Wie viel mehr wird das Blut von Jesus Christus uns innerlich erneuern und von unseren Sünden reinwaschen! Erfüllt von Gottes ewigem Geist hat er sich selbst für uns als fehlerloses Opfer Gott dargebracht. Darum sind unsere Sünden vergeben, die letztlich nur zum Tod führen, und unser Gewissen ist gereinigt. Jetzt sind wir frei, dem lebendigen Gott zu dienen.“ (Hebräer 9,14)

Ich wünsche dir, dass du dieses Opfer von Jesus annimmst und dich von Gott reinwaschen lässt! Dann kannst du als Kind Gottes mit ihm leben!

Sei gesegnet!

Melanie

Gottes Willen tun

Einen gesegneten Samstag!

„Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.“
(Psalm 40,9)

Woran denkst du, wenn du zu Gott sagst „Dein Wille geschehe“? Oder was bedeutet es dir, Gottes Willen zu tun, ihm gehorsam zu sein? Fühlst du dich dabei, wie ein Diener oder Knecht, der mehr oder weniger fröhlich gehorcht – weil er es halt muss? Oder tust du Gottes Willen gern, wie es in dem Bibelvers oben heißt?

Von einer Glaubensschwester bekam ich heute Nacht einen Text, indem es genau darum geht. (Die Quelle habe ich leider nicht, kann sie aber bei Interesse herausfinden.) In dem Text heißt es, dass es bei der Aussage „Gottes Wille tun“ um die Freude, das Vergnügen, den Wunsch geht, dem Geliebten zu gefallen! Es ist „der Satz eines Liebenden, der in der Freude des Geliebten lebt.“

Hast du eine solch innige Beziehung zu Gott? Er liebt dich unendlich und freut sich von ganzem Herzen, wenn du ihn auch liebst. Aus dieser Liebe heraus gibt er uns seine Gebote und Anweisungen, die gut für uns sind. Wenn wir ihm nur gehorchen, weil er halt Gott ist und wir es eben tun müssen, geht etwas verloren. Wieviel wertvoller ist es und wieviel mehr Freude macht es, Gott aus tiefer Liebe heraus zu gehorchen!

Ich möchte Gottes Willen tun, weil ich ihn so sehr liebe und ihm gefallen möchte!

Sei gesegnet

Melanie

Danke für das Essen!

Einen gesegneten Samstag!

Als Familie beten wir regelmäßig vor dem Essen. Aber muss man das eigentlich? Steht das in der Bibel? Nun, ein Gebot dazu gibt es in der Bibel nicht. Es war aber üblich und, ich denke, eine sehr gute Angewohnheit. Von Jesus lesen wir sehr häufig, dass er vor dem Essen Gott dafür dankte:

„Als Jesus sich mit ihnen zum Essen niedergelassen hatte, nahm er das Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es ihnen.“ (Lukas 24,30)

Auch von Paulus lesen wir das:

„Nachdem Paulus das gesagt hatte, nahm er ein Brot, dankte Gott laut und vernehmlich, so dass alle es hören konnten, brach es in Stücke und begann zu essen.“ (Apostelgeschichte 27,35)

Wir sollten uns Jesus und Paulus zum Vorbild nehmen. Dass wir Gott für alles danken sollen, steht ja nun mal oft genug in der Bibel. Warum also nicht auch für das Essen!?!

Die meisten von uns haben immer genug zu essen. Selbstverständlich ist das nicht. Aber selbst wenn du es als selbstverständlich ansiehst, weil du nie hungern musstest, freut es Gott, wenn du ihm dankbar bist für diese gute Versorgung! Es ist für mich zum Beispiel selbstverständlich, dass ich für meine Familie sorge. Trotzdem freue ich mich sehr, wenn mein Mann oder meine Kinder mir dafür von Herzen Danke sagen.

Für viele ist das Dankgebet vor dem Essen eine Selbstverständlichkeit. Aber auch das heißt leider nicht, dass sie wirklich von Herzen Gott danken. Häufig ist das Beten vor dem Essen eben leider nur noch eine Gewohnheit, vielleicht sogar eine Pflicht, die man schnell erledigt, um essen zu können. Ein heruntergeleiertes Gebet nützt da gar nichts, wenn man es nicht wirklich so meint.

In einer Andacht im Internet las ich gerade die Frage dazu: „Nehmen wir das Essen bewusst aus der Hand Gottes, wenn wir schon eine Minute später nicht mehr wissen, ob wir vor dem Essen gedankt hatten oder nicht?“ So soll es nicht sein. Ich möchte Gott vor dem Essen von ganzem Herzen danke sagen! Nicht aus Gewohnheit, nicht aus Pflicht, sondern aus tiefer Dankbarkeit!

Seid gesegnet

Melanie

Reicht ein Dankeschön?

Einen gesegneten Samstag!

Freundschaften beruhen oft auf Geben und Nehmen. Jemand tut mir einen Gefallen. Ich bedanke mich. Andermal tue ich ihm einen Gefallen. Und er sagt Danke. Das ist selbstverständlich. Wenn jemand immer nur nimmt, aber niemals gibt, stimmt etwas nicht. Da reicht es auch nicht, wenn er regelmäßig „Danke“ sagt.

Wie ist das bei Gott? Gott tut so vieles für uns. Aber reicht es, Gott einfach regelmäßig Danke zu sagen? Oder erwartet auch er eine Art Gegenleistung von uns – wie beim Geben und Nehmen in menschlichen Beziehungen?

Gott hatte das Volk Israel auf spektakuläre Art und Weise aus Ägypten befreit. Er hatte sie durch die Wüste geführt. Er hatte sie versorgt und viele Wunder getan. Nun wollte er ihnen ihr eigenes Land geben. Es gab viel Grund Gott Danke zu sagen. Das taten die Israeliten sicher auch. Mose aber erklärte:

„Nun, ihr Israeliten! Was verlangt der HERR, euer Gott, von euch? Nichts anderes, als dass ihr ihn achtet und immer seinen Wegen folgt, dass ihr ihn liebt und ihm von ganzem Herzen und mit aller Hingabe dient.“ (5. Mose 10,12)

Mose sagte nicht: „Und vergesst nicht, Gott immer wieder Danke zu sagen für die vielen Dinge, die er für euch getan hat!“ Der Dank war selbstverständlich. Aber ein Danke allein reichte nicht aus. Gott hatte so viel für sie getan – und er erwartete auch viel. Liebe. Hingabe. Gehorsam.

Das gleiche gilt auch für dich und mich. Gott hat alles für uns gegeben. Und er erwartet nicht nur ein Dankeschön, sondern alles. Liebe. Hingabe. Gehorsam. Uns selbst.

Seid gesegnet

Melanie

Wenn du Gott lobst, passiert etwas

Einen gesegneten Samstag!

Letzte Woche schrieb ich darüber, dass wir Gott loben sollen. Gott freut sich, wenn wir das tun! Aber ist dir bewusst, dass das Lob Gottes weitere Auswirkungen in der sichtbaren und unsichtbaren Welt hat?

Paulus und Silas waren ausgepeitscht und unschuldig ins Gefängnis gesteckt worden. Was taten die zwei dort? Sie klagten nicht etwa über ihre Situation, sondern sie lobten Gott. Das Ergebnis war gewaltig und unerwartet:

„Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas. Sie lobten Gott mit Liedern, und die übrigen Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich bebte die Erde so heftig, dass das ganze Gefängnis bis in die Grundmauern erschüttert wurde; alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab.“ (Apostelgeschichte 16,25-26)

Es gibt weitere Beispiele in der Bibel, wo Gott nach Lobpreis besonders handelt. In 2. Chronik 20 lesen wir z.B., wie Gott die Feinde Judas abziehen ließ, nachdem Gott gelobt wurde. In 1. Samuel 16 lesen wir, wie ein böser Geist König Saul in Ruhe ließ, wenn David in seiner Gegenwart Gott Loblieder sang.

Wenn wir Gott loben, passiert etwas! Vielleicht freut sich Gott so sehr darüber, dass er seinen Kindern einfach etwas Gutes tun und sie besonders segnen möchte, weil sie ihn loben.

Wenn ich Gott lobe, freut er sich darüber. Ein Erdbeben mit offenen Gefängnistüren habe ich daraufhin noch nicht erlebt. Aber ich bin sicher, dass, auch wenn ich Gott lobe, böse Geister fliehen müssen, weil sie das nicht ertragen können. Und das gilt auch für dich.

Wenn du Gott lobst, passiert etwas!

Seid gesegnet

Melanie

Lobe Gott

Einen gesegneten Samstag!

König David hat immer wieder Gottes Handeln erlebt und möchte Gott dafür loben. In Psalm 103,1-2 schreibt er darüber:

„Ich will den HERRN loben von ganzem Herzen, alles in mir soll seinen heiligen Namen preisen! Ich will den HERRN loben und nie vergessen, wie viel Gutes er mir getan hat.“

Dann nennt er konkrete Dinge, für die er Gott loben will:

„Ja, er vergibt mir meine ganze Schuld und heilt mich von allen Krankheiten! Er bewahrt mich vor dem sicheren Tod und beschenkt mich mit seiner Liebe und Barmherzigkeit. Mein Leben lang gibt er mir Gutes im Überfluss, er macht mich wieder jung und stark wie ein Adler. Was der HERR tut, beweist seine Treue, den Unterdrückten verhilft er zu ihrem Recht.“ (Vers 3-6)

Dein Leben verläuft sicher anders als das von König David. Aber wenn du Gottes Kind bist, ist Gott auch in deinem Leben am Werk. Und auch du hast viel Grund Gott zu loben. Tu es einfach!

Hast du Gottes Wirken erlebt? Dann lobe ihn!
Hat Gott dir deine Schuld vergeben? Dann lobe ihn!
Hat Gott zu dir gesprochen? Dann lobe ihn!
Hast du Gottes Wegweisung erlebt? Dann lobe ihn!
Hat Gott dich materiell versorgt? Dann lobe ihn!
Hat Gott dir andere Menschen zur Seite gestellt? Dann lobe ihn!
Hat Gott dich sonst irgendwie gesegnet? Dann lobe ihn!

Ich will den HERRN loben von ganzem Herzen!

Sei gesegnet

Melanie

Gute und schlechte Menschen

Einen gesegneten Samstag!

„Hast du dich gegen Gott aufgelehnt? Bist du eigene Wege gegangen und eigenen Plänen gefolgt? Dann hör auf damit! Kehr deinem alten Leben den Rücken und komm zum HERRN! Er wird sich über dich erbarmen, denn unser Gott ist gern zum Vergeben bereit.“ (Jesaja 55,7)

Wenn sich jemand tatsächlich gegen Gott auflehnt (also bewusst Dinge tut, die Gott nicht gefallen), braucht er natürlich Gottes Vergebung. Schlechte Menschen passen nicht zu einem heiligen Gott. Aber ich glaube, die Mehrheit der Menschen würde sich eher als „gut“ bezeichnen: „Ich bin ein guter Mensch. Ich beklaue niemand. Ich bin freundlich. Ich helfe anderen.“ Braucht denn auch ein „guter Mensch“ Gott?

In dem Bibelvers oben wird auch gefragt, ob du eigene Wege gegangen und eigenen Plänen gefolgt bist. Vielleicht hast du dich nie bewusst gegen Gott aufgelehnt und nie bewusst Böses getan. Aber hast du dein Leben bisher vielleicht einfach ohne Gott gelebt und ihn gar nicht groß gefragt, was seine Pläne für dein Leben sind?

Gott hat dich geschaffen, damit du Gemeinschaft mit ihm hast. Wenn du dein Leben ohne Beziehung zu Gott lebst, fehlt etwas. Auch wenn du noch so ein guter Mensch bist. Dann tust du nicht das, wozu Gott dich geschaffen hat. Dann gilt die Aufforderung aus dem Bibelvers oben auch für dich: „Kehr deinem alten Leben den Rücken und komm zum HERRN!“

Manchmal bedeutet „dem alten Leben den Rücken kehren“, dass sich vieles im Leben ändern muss. Manchmal ändert sich äußerlich erstmal kaum etwas, sondern vor allem innerlich: Du fängst an, nach Gottes Plänen für dein Leben zu fragen.

Ich wünsche dir, dass du dich heute entscheidest, dein Leben mit Gott zu leben! Egal, ob du bisher ein schlechter oder ein guter Mensch warst! „Komm zum HERRN!“

Sei gesegnet

Melanie

Gott kennt dich ganz genau

Einen gesegneten Samstag!

„Welchen Wert hat schon ein Spatz? Man kann fünf von ihnen für einen Spottpreis kaufen. Und doch vergisst Gott keinen Einzigen von ihnen. Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Darum habt keine Angst! Ihr seid Gott mehr wert als ein ganzer Spatzenschwarm.“ (Lukas 12,6-7)

Fragst du dich manchmal, ob Gott sich wirklich für dich interessiert. Ja, das tut er! Gott liebt dich und weiß genau, wie es dir geht! In dem Vers oben heißt es, dass Gott jeden einzelnen Spatzen kennt und keinen vergisst. Und du bist mehr wert als ein Spatz! Gott weiß, wie viele Haare du auf dem Kopf hast. Sprich: Er weiß mehr über dich als du selbst! Er weiß, was gerade in deinem Leben aktuell ist. Er weiß auch, wie es in dir drin aussieht. Er weiß alles über dich.

Und er liebt dich! Er möchte sich um dich kümmern. Ganz persönlich.

Nun gibt es über 8 Milliarden Menschen auf der Welt. Gilt der Vers für alle? Ja! Gott kennt tatsächlich jeden einzelnen Menschen ganz genau. Und er möchte sich um jeden einzelnen kümmern. Allerdings ist das an eine Bedingung geknüpft, die in dem Vers davor steht:

„Ich will euch sagen, wen ihr wirklich fürchten sollt: Fürchtet Gott!“ (Lukas 12,5)

Wenn ich möchte, dass Gott sich tatsächlich um mich kümmert, muss ich Ehrfurcht vor ihm haben. Dann muss ich mir bewusst sein, dass Gott der Herr ist. Dass Gott Gott ist. Dass mein Leben Gott gehört. Wenn ich das verstanden habe, sorgt Gott für mich wie für die Spatzen auf dem Dach.

Lasst uns Ehrfurcht vor diesem wunderbaren, liebenden Gott haben. Dann werden wir seine Liebe am eigenen Leib erfahren!

Seid gesegnet

Melanie

Auswirkungen der Gnade

Einen gesegneten Samstag!

„Als Botschafter von Christus fordern wir euch deshalb im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott versöhnen! Wir bitten euch darum im Auftrag von Christus. Denn Gott hat Christus, der ohne jede Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und vor ihm bestehen können. Als Gottes Mitarbeiter bitten wir euch aber auch: Lasst die Gnade, die Gott euch schenkt, in eurem Leben nicht ohne Auswirkung bleiben.“ (2. Korinther 5,20-6,1)

Paulus fordert seine Leser auf, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Er erklärt ihnen, dass Jesus für ihre Sünde bezahlt hat und sie dadurch vor Gott bestehen können. Es ist Gnade. Wir haben es nicht verdient. Aber Gott liebt uns so sehr, dass er dich und mich trotz all unserer Macken und Fehler zu seinen Kindern machen möchte. Wie wunderbar! Ich hoffe, dass noch viele Menschen sich ermutigen lassen, Gottes Gnade anzunehmen, und ein Leben mit Gott beginnen.

Aber im nächsten Satz geht es weiter. „Lasst die Gnade, die Gott euch schenkt, in eurem Leben nicht ohne Auswirkung bleiben.“ Es reicht nicht, Gottes Gnade einfach nur anzunehmen und mich darüber zu freuen, dass ich Gottes Kind bin. Gottes Gnade soll Auswirkungen in meinem Leben haben. Sie soll mich und meine Sicht der Dinge prägen. Sie soll mein Verhalten prägen. Sie soll die Grundlage dafür sein, dass Gott mich Stück für Stück so verändert, wie er mich haben will. Ich soll und darf als Kind Gottes immer weiter wachsen und reifen. Das hört ein Leben lang nie auf.

Hast du Gottes Gnade angenommen und bist sein Kind geworden? Und wenn ja – hat Gottes Gnade Auswirkungen in deinem Leben?

Sei gesegnet
Melanie

Der Vater wartet auf dich

Einen gesegneten Samstag!

Jesus erzählt die Geschichte von einem jungen Mann, der sich frühzeitig das Erbe auszahlen lässt. Er geht damit von Zuhause fort und verprasst sein Geld. Schließlich hat er nichts mehr übrig, bereut seine Entscheidung und geht zurück zu seinem Vater. Es kommt zu einer herzlichen Szene des Wiedersehens:

„Er machte sich auf den Weg und ging zurück zu seinem Vater. Der erkannte ihn schon von weitem. Voller Mitleid lief er ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“ (Lukas 15,20)

Der Vater scheint auf seinen Sohn gewartet zu haben. Er wusste, dass sein Sohn ihn brauchte. Er sehnte sich danach, wieder Gemeinschaft mit ihm zu haben und wieder für ihn da sein zu können.

Gott geht es manchmal ähnlich. Er ist unser Vater. Er liebt uns mehr, als ein irdischer Vater sein Kind je lieben könnte. Er möchte Gemeinschaft mit uns haben. Doch oft sind wir gar nicht da. Wir gehen vielleicht nicht so weit weg wie der junge Mann in der Geschichte. Aber auch wenn wir nur am anderen Ende des Hauses sind, sind wir nicht beim Vater. Und der Vater wartet auf uns.

Zum Beispiel morgens um 7, wenn die Schulkinder aus dem Haus sind und ich Zeit mit Gott verbringen will: Die Bibel liegt schon auf dem Küchentisch. „Papa, ich geh nur noch schnell die Waschmaschine anmachen … und Kartoffeln holen … und die Hühner füttern …“ Und eh ich dann wieder daran denke, zu Gott in die Küche zu kommen, sind die Kleinen wach und ich habe eh keine Ruhe mehr. Und Gott, mein Papa, sitzt immer noch am Küchentisch und wartet auf mich. Wie der Vater in der Geschichte.

Ich möchte Gott nicht so oft auf mich warten lassen. Ich möchte stattdessen zuerst zu ihm an den Küchentisch kommen. Und später nehme ich ihn dann mit zur Waschmaschine und in den Hühnerstall.

Wo wartet der Vater sehnsüchtig auf dich?

Sei gesegnet

Melanie