Einen gesegneten Samstag!
Der Mensch denkt, Gott lenkt. So sagt ein Sprichwort, das auf Sprüche 16,9 zurückgeht: „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr lenkt seinen Schritt.“ (Sprüche 16,9)
Dieser Vers gehört schon seit meiner Jugend zu meinen Lieblingsbibelstellen. „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg.“ Wir Menschen haben unsere Vorstellungen, wie unser Leben verlaufen soll. Wir überlegen uns, was wir wann machen wollen – in kleinen und in großen Dingen. Wir haben Träume und Hoffnungen. Und dann gehen wir Schritte in diese oder jene Richtung, um unsere Ziele zu erreichen.
Das ist gut so. Gott hat uns einen Verstand gegeben, den wir einsetzen dürfen und sollen, um unser Leben zu leben, um Ziele zu erreichen.
Nun ist es aber so, dass ich gar nicht immer weiß, welcher Weg richtig ist. Ich halte einen Weg für richtig, und sehe gar nicht, welche Schwierigkeiten hinter der nächsten Ecke lauern. Oder ich will etwas Bestimmtes erreichen und merke gar nicht, dass ich dadurch andere, wichtigere Dinge vernachlässigen würde. Oder dass ich mich durch meine Pläne von Gott entfernen würde. Es könnte also sein, dass meine eigenen Pläne gar nicht gut für mich sind.
Ich bin dankbar für den zweiten Teil des Verses: „Der Herr lenkt seinen Schritt.“ Ich plane, aber Gott weiß besser, was gut für mich ist. Er lenkt meine Schritte. Er korrigiert mich, wenn ich auf einem falschen Weg bin. So kann es sein, dass meine Pläne doch nicht Wirklichkeit werden, Gott mich aber dafür einen viel besseren Weg führt.
Mach Pläne. Überlege dir, welche Schritte du gehen willst. Aber vergiss nicht, dass Gott deine Schritte lenken möchte. Er weiß besser, was gut für dich ist.
Allerdings zwingt Gott dich nicht, dich von ihm leiten zu lassen. Du musst offen sein dafür. Du musst seine Führung auch annehmen. Vielleicht nimmst du dir beim Planen in Zukunft auch Zeit, deine Pläne Gott hinzulegen: „Herr, ich würde gern das und das machen. Ist das der richtige Weg? Leite mich! Lenke meine Schritte.“
Sei gesegnet Melanie
