Einen gesegneten Samstag!
Paulus fordert in einem seiner Briefe dazu auf:
„Betet ohne Unterlass“ (1. Thessalonicher 5,17)
Dieser Bibelvers beschäftigt mich seit längerem. Was bedeutet das? Ich kann wohl kaum den ganzen Tag über ununterbrochen mit Gott reden. Ich rede im Alltag ja auch mal mit anderen Menschen.
In einer Andacht las ich, dass diese Aufforderung etwas mit meiner Ausrichtung zu tun hat. Ohne Unterlass beten beinhaltet, dass ich mir den ganzen Tag über bewusst bin, dass Gott da ist und in Kontakt mit mir sein möchte. Und das geht eben nicht, wenn ich nur morgens und abends kurz an Gott denke und den Rest des Tages eher wenig mit ihm zu tun habe.
Aber wenn es nur darum ginge, mir das bewusst zu machen, hätte Paulus vielleicht nicht „Beten“ geschrieben. In der Bibel heißt „Beten“ immer „mit Gott reden“. Sollen wir also tatsächlich auch den ganzen Tag mit Gott REDEN?
Ich weiß nicht, ob und wie das „ohne Unterlass“ umsetzbar ist. Aber Tatsache ist, dass ich mehr mit Gott reden kann, als ich es bisher tue. Ich vermute stark, dass das auch für dich gilt.
Letzte Woche schrieb ich schon von meinem 10-Minuten-Handy-Wecker. Den habe ich immer mal wieder eingeschaltet, um mich daran zu erinnern, auch im Alltag mit Gott zu reden. Es funktioniert. Anfangs hatte ich Angst, dass ich von dem Wecker irgendwann genervt bin. Aber tatsächlich ist meine Reaktion meistens: „Ach, stimmt ja, Gott ist ja da. – Danke, Papa! Ich liebe dich.“ Und ermutigt und mit einem Lächeln auf dem Gesicht kann ich meinen Alltag weiter gestalten.
Betet ohne Unterlass (oder zumindest mehr als bisher)! Wie möchtest du das umsetzen?
Sei gesegnet
Melanie
