Jesus ist da!

Einen gesegneten Samstag!

Als Jesus auferstanden ist, kommt Maria aus Magdala zum Grab. Sie weiß noch nicht, dass er lebt und sucht seinen Leichnam. Dann lesen wir folgendes:

„Als sie sich umblickte, sah sie Jesus dastehen. Aber sie erkannte ihn nicht. […] Maria hielt Jesus für den Gärtner. […]“ (Johannes 20,14-15)

Maria steht vor Jesus. Er ist direkt bei ihr und sieht sie an. Aber sie erkennt ihn nicht. Wir wissen nicht, warum das so ist. Vielleicht sah Jesus nach seiner Auferstehung irgendwie anders aus. Vielleicht war Maria einfach so in ihrer Trauer gefangen, dass sie gar nicht wirklich hinschaute. Auf jeden Fall ist Jesus da und sie merkt es nicht.

Geht es uns nicht manchmal auch so? Wie oft gehe ich durch den Tag, mal fröhlich und ausgeglichen, mal genervt und müde, mal verärgert über irgendetwas oder über irgendjemand. Und ich merke gar nicht, dass Jesus da ist. Dass er mich ansieht. Dass er mir helfen möchte. Dass er mir zeigen will, wie er die Situation gerade sieht. Dass er mich stärken, trösten, ermutigen oder einfach in den Arm nehmen will. Er ist da und ich merke es nicht. Wie Maria.

Als Maria dann endlich erkennt, dass es Jesus ist, freut sie sich riesig. Bei Maria handelte es sich nur um einen kurzen Augenblick, in dem Jesus vor ihr steht. Danach muss sie wieder alleine ihren Weg gehen – bis zur nächsten Begegnung mit Jesus. Heute haben wir es sogar noch besser: Jesus lebt nicht mehr als Mensch auf der Erde. Stattdessen ist er bei Gott und durch den Heiligen Geist IMMER bei uns.

Ich möchte in meinem Alltag viel häufiger mal aufschauen und mir bewusst machen, dass Jesus da ist und mich liebevoll ansieht. Ich möchte viel häufiger mit ihm sprechen, seine Hilfe und seine Führung annehmen, mich von ihm stärken und ermutigen lassen.

Halte die Augen offen. Jesus ist auch bei dir! Heute. Jetzt.

Sei gesegnet

Melanie

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