Jesus schläft

Einen gesegneten Samstag!

„Danach stieg Jesus in das Boot und fuhr mit seinen Jüngern weg. Mitten auf dem See brach plötzlich ein gewaltiger Sturm los, so dass die Wellen über dem Boot zusammenschlugen. Aber Jesus schlief.“ (Matthäus 8,23+24)

Nach einem anstrengenden Arbeitstag hatten die Jünger sich auf eine ruhige, erholsame Überfahrt gefreut. Plötzlich kommt ein Sturm auf. Es läuft nicht so, wie geplant und wie erhofft.

Kennst du solche Stürme? Bei uns sah der Sturm letzte Woche so aus, dass alles mögliche kaputt ging: Mixer, Waschmaschine, Auto, Spüle, der Zeh meines Mannes. Andere Dinge waren eh schon länger kaputt. Als ich dann noch eine dicke Erkältung bekam, war die Luft raus. Papa, was soll das? Du bist doch da! Du siehst uns doch und weißt, was wir brauchen! Warum passiert das alles? Warum lässt du das zu?

Ich kann mir vorstellen, dass die Jünger sich die gleiche Frage stellten. Jesus war doch bei ihnen! Warum dieser Sturm? Warum kümmerte sich Jesus nicht darum? In dem Vers oben lesen wir, was Jesus tat: er schlief. War es ihm egal, wie es den Jüngern geht? Sind Gott die Stürme in unserem Leben egal?

„Da liefen die Jünger zu ihm, weckten ihn auf und riefen: ‚Herr, hilf uns, wir gehen unter!‘ Jesus antwortete ihnen: ‚Warum habt ihr Angst? Vertraut ihr mir so wenig?‘ Dann stand er auf und befahl dem Wind und den Wellen, sich zu legen. Sofort hörte der Sturm auf, und es wurde ganz still.“ (Matthäus 8,25+26)

Jesus schlief, aber er hatte trotzdem alles in der Hand. Er tadelt die Jünger, dass sie sich wegen dem Sturm Sorgen machen. Sie hätten wissen müssen, dass Jesus bei ihnen ist und sich um sie kümmert, auch wenn er schläft.

Das ermutigt mich. Ich bin mit meinen Sorgen, meiner Angst vor dem Sturm, nicht alleine. Jesus mag zwar gerade schlafen – sprich: ich sehe Gott gerade nicht am Werk, ich muss den Sturm eine Zeitlang einfach aushalten – aber er ist da! Und er sieht mich und kümmert sich!

So langsam sehe ich, dass Gott den Sturm bei uns stillt. Meine Erkältung ging schnell vorbei. Die Waschmaschine wurde gestern repariert. Der Zeh heilt. So hab ich neuen Mut, dass Gott auch um die anderen Dinge weiß.

Ich möchte lernen, auch in den Stürmen des Alltags meinem himmlischen Vater zu vertrauen. Er ist da. Er ist allmächtig. Er liebt mich. Er kümmert sich um mich. Auch wenn es gerade so aussieht, als ob er schliefe.

Sei gesegnet

Melanie

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