Der Vater wartet auf dich

Einen gesegneten Samstag!

Jesus erzählt die Geschichte von einem jungen Mann, der sich frühzeitig das Erbe auszahlen lässt. Er geht damit von Zuhause fort und verprasst sein Geld. Schließlich hat er nichts mehr übrig, bereut seine Entscheidung und geht zurück zu seinem Vater. Es kommt zu einer herzlichen Szene des Wiedersehens:

„Er machte sich auf den Weg und ging zurück zu seinem Vater. Der erkannte ihn schon von weitem. Voller Mitleid lief er ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“ (Lukas 15,20)

Der Vater scheint auf seinen Sohn gewartet zu haben. Er wusste, dass sein Sohn ihn brauchte. Er sehnte sich danach, wieder Gemeinschaft mit ihm zu haben und wieder für ihn da sein zu können.

Gott geht es manchmal ähnlich. Er ist unser Vater. Er liebt uns mehr, als ein irdischer Vater sein Kind je lieben könnte. Er möchte Gemeinschaft mit uns haben. Doch oft sind wir gar nicht da. Wir gehen vielleicht nicht so weit weg wie der junge Mann in der Geschichte. Aber auch wenn wir nur am anderen Ende des Hauses sind, sind wir nicht beim Vater. Und der Vater wartet auf uns.

Zum Beispiel morgens um 7, wenn die Schulkinder aus dem Haus sind und ich Zeit mit Gott verbringen will: Die Bibel liegt schon auf dem Küchentisch. „Papa, ich geh nur noch schnell die Waschmaschine anmachen … und Kartoffeln holen … und die Hühner füttern …“ Und eh ich dann wieder daran denke, zu Gott in die Küche zu kommen, sind die Kleinen wach und ich habe eh keine Ruhe mehr. Und Gott, mein Papa, sitzt immer noch am Küchentisch und wartet auf mich. Wie der Vater in der Geschichte.

Ich möchte Gott nicht so oft auf mich warten lassen. Ich möchte stattdessen zuerst zu ihm an den Küchentisch kommen. Und später nehme ich ihn dann mit zur Waschmaschine und in den Hühnerstall.

Wo wartet der Vater sehnsüchtig auf dich?

Sei gesegnet

Melanie

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